Wer sich erstmals mit der Weiterbildung im Accounting auseinandersetzt, wird schnell über den Begriff IFRS stolpern. Wir erläutern, was damit gemeint ist.

Erstmals gilt es zu erklären, wofür IFRS steht: Wörtlich ist dies die Abkürzung für Ineternational Financial Reporting Standards, womit internationale Rechnungslegungsvorschriften im unternehmerischen Bereich gemeint sind. Diese IFRS werden vom IASB (dem International Accounting Standards Board) herausgegeben und haben den Zweck, unabhängig von den Rechtsvorschriften der einzelnen Staaten Jahres- und Konzernabschlüsse international vergleichbar zu machen.

Viele Länder schreiben die IFRS für Unternehmen vor, zumindest dann, wenn sie am Kapitalmarkt orientiert sind.

Die IFRS setzen sich neben den International Financial Reporting Standards aus den IAS (International Accounting Standards), die vom IASC (International Accounting Standards Committee) festgelegt werden und den Interpretationen des IFRIC (International Financial Reporting Interpretations Committee) zusammen.

Insgesamt sind die IFRS ein Regelwerk das besagt, wie von Wirtschaftsunternehmen die Rechnungslegung zu erfolgen hat. Folgende Ziele sollen mit den IFRS erreicht werden:

  • Die IFRS sollen erleichtern, dass die Abschlüsse von kapitalmarktorientierten Unternehmen international vergleichbar sind.
  • Die IFRS sollen gewährleisten, dass ein integrierter Kapitalmarkt, der reibungslos, effizient und wirksam funktioniert, aufgebaut werden kann.
  • Die IFRS sollen die Anleger besser schützen.
  • Die IFRS sollen dafür sorgen, dass man stärker in die Finanzmärkte vertrauen kann und der freie Kapitalverkehr im Binnenmarkt gestärkt wird.
  • Die IFRS sollen garantieren, dass Abschlüsse für die Zulassung an allen weltweiten Börsen oder für grenzüberschreitende Geschäfte verwendet werden können.

Entstanden ist die IFRS im Jahr 2001, nachdem in amerikanischen Delaware die Dachorganisation IFRSF (International Financial Reporting Standards Fondation) eingerichtet wurde. Damit die Standards beziehungsweise deren Abänderungen auch in der Europäischen Union rechtsverbindlich werden, müssen diese zuvor von der EU anerkannt werden.

In Europa werden die Übersetzungen der IFRS in die einzelnen Ländersprachen zum Teil von der Europäischen Union selbst durchgeführt, was häufig zu Beschwerden über die schlechte Qualität dieser Übersetzungen führt.